Medienmitteilung, 11.08.10

Videobotschaft an Doris Leuthard - deutliche Worte für ein deutliches Zeichen 

Der Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE) hat sich in einer ausdrucksvollen Videobotschaft an Doris Leuthard gewandt. Anlässlich ihres Besuches an der Expo in Shanghai fordert der VTJE die Bundespräsidentin zum Dialog mit der chinesischen Regierung auf. Dabei sollen die Tibet-Frage und die Umweltqualität in Tibet zur Sprache kommen.

Zählt nur die Wirtschaft? Mag sein, dass der Handel mit China für die Schweiz wichtig ist. Aber die Politiker aus dem Land von Henri Dunant sollten den Mut haben, die Tibet-Frage auf den Tisch zu bringen, anstatt aus Angst vor wirtschaftlichen Nachteilen ständig den Kotau vor den Machthabern in Peking zu machen.

Die ersten paar Zeilen der VTJE-Videobotschaft an Doris Leuthard versprechen Klartext - genau das fordert der VTJE von der Bundespräsidentin und lädt sie ein, sich an der Expo 2010 mit der Tibet-Frage zu beschäftigen und die chinesische Regierung zum Dialog aufzurufen. Im Zentrum stehen die Beachtung der Menschenrechte und die Umweltqualität in Tibet. Denn es ist mittlerweile nicht mehr ausschliesslich die tibetische Bevölkerung die von den chinesischen Machthabern ausgebeutet wird, sondern immer stärker auch Tibets Umwelt.

In den Bergen Tibets wird chinesischer Atommüll vergraben, Wälder werden gerodet, Rohstoffe abgebaut - dies alles ohne Rücksicht auf die Umwelt. Die Umweltstandards bewegen sich in China auf tiefem Niveau und werden oft nicht einmal eingehalten. Die Bedürfnisse der lokalen Bevölkerung und deren Lebensbereiche spielen hier offensichtlich keine Rolle.

Die Expo 2010 - ein Ort, an welchem alle Politiker mit Rang und Namen zusammenkommen. Ein Ort, an welchem sich die verschiedenen Länder von ihrer Schokoladenseite zeigen. Auch China schmückt sich in diesem Kleid und präsentiert Tibet als zufriedenes Volk, deren Bürger es an nichts mangelt. Die Wahrheit indes sieht anders aus.

Weitere Informationen:

www.vtje.org

www.youtube.com/theTYAE#p/a/u/0/6XN6X1weDF0

www.facebook.com/group.php?gid=17721306608&ref=ts

Zürich, 11. August 2010

Medienkontakt:

Herr Dominik Kelsang Erne, Medienverantwortlicher VTJE, 076 530 14 00, d.e(at)vtje.org

Medienmitteilung, 22.04.10

Freiheit und Gerechtigkeit für Panchen Lama

Tibetische Organisationen lancieren eine Brief-Aktion über Facebook. Gefordert wird die Freilassung des zweithöchsten religiösen tibetischen Oberhaupts, Panchen Lama, der sich seit seinem 6. Lebensjahr in chinesischem Gewahrsam befindet.

Mit einer Brief-Aktion fordern der Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE) und die Tibetische Frauen-Organisation in der Schweiz (TFOS) die Freilassung des 11. Panchen Lama. Zu diesem Zweck haben die beiden Vereine eine öffentliche Gruppe mit dem Namen "Freiheit und Gerechtigkeit für Panchen Lama“ auf dem sozialen Netzwerk Facebook eingerichtet. Die Nutzer werden eingeladen, einen Brief an Dong Jinyi, chinesischer Botschafter, zu adressieren. Um dies zu tun, genügt es, das vorbereitete Schreiben auszudrucken, zu unterzeichnen und an die Botschaft via Post zu senden. Gefordert wird die bedingungslose und umgehende Freilassung des Panchem Lama.

Die Aktion erfolgt anlässlich des 21. Geburtstags des Panchen Lama am Sonntag, 25.4.2010. Das Ziel ist, in den kommenden Tagen mehrere hundert Briefe an die chinesische Botschaft zu übermitteln. „Mit dieser Aktion soll das Schicksal des jüngsten politischen Gefangenen der Welt wieder in Erinnerung gerufen werden. Wir fordern die chinesische Regierung auf, den Panchen Lama sofort freizulassen.“, sagt Norzin Dotschung, Präsidentin des VTJE.

Über den Panchem Lama:

Gedhun Choekyi Nyima wurde am 14. Mai 1995 von Seiner Heiligkeit dem Dalai Lama als einer der wichtigsten religiösen Führer Tibets anerkannt. Er ist bekannt unter dem Titel des Panchen Lama und ist eines der jüngsten Opfer der chinesischen Gewaltherrschaft über das tibetische Volk. Bis zum heutigen Zeitpunkt ist sein Verbleib unbekannt.

Weitere Informationen:

www.vtje.org

www.tfos.ch

www.facebook.com/group.php

Zürich, 22. April 2010

Medienkontakt:

Frau Dolkar Gyaltag, Präsidentin TFOS, 079 467 25 74, gyaltag@hispeed.ch

Frau Norzin Dotschung, Präsidentin VTJE, 078 824 72 70, n.d@vtje.org

Herr Dominik Kelsang Erne, Medienverantwortlicher VTJE, 076 530 14 00, d.e@vtje.org

Medienmitteilung, 01.10.2009

China feiert 60 Jahre Volksrepublik und riegelt Tibet für Touristen ab - Schweizer Tibetorganisationen fordern die Freilassung des Filmers Dhondup Wangchen.

Zürich, 30. September 2009 - Mit allen Mitteln will sich die Volksrepublik China wie schon vor den Olympischen Spielen als Staat mit «gesellschaftlicher Harmonie» präsentieren: Tibet ist seit dem 24. September für Touristen nicht mehr zugänglich -- abweichende Meinungen zur Parteihaltung werden gewaltvoll unterbunden. Der tibetische Filmemacher Dhondup Wangchen sitzt weiterhin in Haft - es zeichnet sich ab, dass seine Verhandlung in den nächsten Tagen stattfindet. Die Schweizer Tibetorganisationen fordern das Eidgenössische Departement für Auswärtiges auf, sich stärker für seine Freilassung einzusetzen.

Am 1. Oktober 1949 rief Mao Zedong auf dem "Platz des Himmlischen Friedens" in Beijing die Volksrepublik China aus. Der symbolträchtige Ort bedeutete für das Schicksal des bis dahin unabhängigen Tibets alles andere als «himmlischen Frieden», nämlich die dunkelste Epoche seiner Geschichte. Mehr als 1.2 Millionen Menschen starben direkt oder indirekt durch die chinesische Invasion, von den 3'000 tibetischen Klöstern blieb nicht einmal ein Dutzend unversehrt.

Das kommunistische Regime setzt auch heute unbeirrt auf Gewalt und Unterdrückung. Abweichende Meinungen werden rigoros geahndet wie dies am aktuellen Beispiel des Tibeters Dhondup Wangchen ersichtlich ist. Wangchen, 35, wurde am 26. März 2008 verhaftet, weil er Interviews mit Tibetern innerhalb Tibets geführt und ihre Meinung über die Olympischen

Spiele, den Dalai Lama und die chinesische Regierung gefilmt hatte. Der daraus entstandene Dokumentarfilm «Leaving Fear Behind» wurde in der Schweiz von seinem in Zürich lebenden Cousin und Produzent des Filmes Gyaljong Tsetrin fertiggestellt. Dhondup Wangchen befindet sich derzeit in Xiling (Provinz Qinghai) in Haft. Sein Gesundheitszustand litt unter den wiederholten Verhören und Folter. Viele Hinweise deuten darauf hin, dass seine Verhandlung in den nächsten Tagen stattfindet.

«Zum Fall des tibetischen Filmemachers Dhondup Wangchen gab es bereits im Parlament Anfragen von Parlamentariern. Dennoch setzt sich die Schweizer Regierung nur zaghaft für dessen Freilassung ein. Das Recht auf freie Meinungsäusserung ist im chinesischen Recht verankert. Dass die chinesische Regierung dem Gesetz keinerlei Beachtung schenkt zeigt sich auch darin, dass unabhängige Anwälte vom Fall ausgeschlossen werden», so Tendon Dahortsang, Präsidentin des Verein Tibeter Jugend in Europa.

«Wir rufen das Eidgenössische Departement für Auswärtige Angelegenheiten, verstärkt Druck auf die chinesische Regierung auszuüben um so die bedingungslose Freilassung von Dhondup Wangchen zu erwirken», so Dahortsang weiter.

Kontakt:
Kelsang Gope, Sprecher VTJE,
k.g(at)vtje.org
079 882 82 93

* Das zunehmende Bewusstwerden der eigenen Lage als Flüchtlinge wie auch die moralische Verantwortung dem eigenen Volk und Land gegenüber führten im Frühjahr 1970 zur Gründung des Vereins Tibeter Jugend Europa (VTJE). Heute ist der VTJE die grösste tibetische Jugendorganisation in Europa. Er hat seinen Sitz in Zürich (Schweiz) und setzt sich für ein unabhängiges Tibet ein. Die Freiwilligkeit und Einsicht der Mitglieder in die Notwendigkeit ihres Einsatzes bildet die wesentliche Grundlage des Vereins.

Medienmitteilung, 23.09.09

«Helfen Sie Dhondup Wangchen zu befreien!»

Gyaljong Tsetrin richtet heute mit einer friedlichen Aktion einen Appell an die Schweizer Regierung, sich für die Freilassung von seinem Cousin, Dhondup Wangchen einzusetzen. Dhondup Wangchen, tibetischer Filmemacher, wurde im März 2008 wegen des Films «Leaving Fear Behind» verhaftet. Gemäss Informationen seiner Verwandten in Tibet wird nach wiederholten Verschiebungen dieser Tage die Verhandlung gegen den tibetischen Filmemacher stattfinden. Ihm droht eine hohe langjährige Haftstrafe.

«Ich bin äusserst besorgt darüber, dass die Schweizer Regierung, sich trotz wiederholter Bitten, nur zaghaft für die Freilassung von Dhondup Wangchen eingesetzt hat. Dabei vertritt Dhondup Wangchen nur Werte wie Freiheit und Selbstbestimmung, die gerade die Schweiz proklamiert und die weltweit gelten sollten. Es muss jetzt schnell gehen. Es gibt viele Hinweise, dass die Verhandlung in den nächsten Tagen stattfinden könnte», sagt Gyaljong Tsetrin.

Die chinesischen Behörden werfen Dhondup Wangchen vor, dass er mit dem Film die Menschen aufwiegelt habe, China zu spalten. Dhondup Wangchen wurde nach Abschluss der Filmarbeiten im März 2008 verhaftet. Er befindet sich derzeit in Xiling (Provinz Qinghai) in Haft. Sein Gesundheitszustand litt unter den wiederholten Verhören und Folter. Derzeit leidet er unter Hepatitis B, wobei ihm die medizinische Behandlung verwehrt wird.

Zum Fall des tibetischen Filmemachers gab es bereits im Parlament Anfragen von Parlamentariern. Die Schweizer Regierung wurde darauf hingewiesen, dass das sensible Filmmaterial nicht nur in die Schweiz gebracht werden konnte und dadurch die Endproduktion des Films hier erfolgte, sondern auch die erste öffentliche Vorführung in der Schweiz stattfand. Die Schweiz ist deshalb in besonderer Weise mit der Entstehungsgeschichte des Films verbunden. Auch während der heutigen Aktion, bei der Gyaljong Tsetrin den Film Leaving Fear Behind seines Cousins Dhondup Wangchen auf dem Bundesplatz zeigte, waren die Parlamentarier sehr bewegt über das Schicksal von Dhondup Wangchen.

Unterdessen wurde der Film, der die Ansichten von Tibetern in Tibet zu verschiedenen Themen darlegt, in mehr als 30 Ländern gezeigt und in mehr als 5 Sprachen übersetzt. Internationale Organisationen wie Human Rights Watch, Reporters Sans Frontières und Amnesty International zeigen sich besorgt über diesen Fall. Dhondup Wangchen wurde kürzlich für den RSF Medienpreis 2009 nominiert.

Gyaljong Tsetrin ist Cousin von Dhondup Wangchen und Ko-Produzent des Films «Leaving Fear Behind».

 

Medienmitteilung, 31.07.09

Skandalöse Gerichtsverhandlung gegen Tibetischen Filmemacher Dhondup Wangchen

Tibet-Aktivisten ketten sich vor dem chinesischen Konsulat in Zürich an

Zürich, 31. Juli 2009 - Drei Tibet Aktivisten haben sich heute vor dem chinesischen Konsulat angekettet, um gegen die bevorstehende Gerichtsverhandlung gegen den tibetischen Filmemacher zu protestieren. Der in der Schweiz fertiggestellte Film führte im März 2008 zur Verhaftung von Dhondup Wangchen (35) in Silling (chin. Xiling, Hauptort der Provinz Qinghai). Dem tibetischen Filmemacher droht eine Strafe von bis zu 15 Jahren für die Produktion des 25-minütigen Dokumentarfilms "Leaving Fear Behind", der im August 2008 im Kino Xenix in Zürich seine Premiere hatte. Zum jetzigen Zeitpunkt wurden zwei Aktivisten von Polizeikräften entfernt - eine Aktivistin ist immer noch am Tor des Konsulats angekettet.

Dhondup Wangchen und sein Helfer Golog Jigme wurden im März 2008 verhaftet. Der Verhaftungsgrund wurde von den Behörden nie kommuniziert. Das verletzt selbst die von den chinesischen Gesetzen vorgesehenen rudimentären Rechte eines Inhaftierten. Im Juli 2009 haben Familienangehörige von Dhondup Wangchen einen Anwalt aus Peking zur Verteidigung hinzugezogen. Die Behörden zwangen ihn den Fall abzugeben. Das Gericht hat jetzt einen Pflichtverteidiger aus Siling verfügt und hat vage informiert, dass die Anklageschrift nun bereitstünde. Genaueres wurde der Familie aber immer noch nicht mitgeteilt. Die Gerichtsverhandlung wird voraussichtlich in den nächsten Tagen stattfinden.

Der Verein Tibeter Jugend in Europa unterstützt die Aktion der Aktivisten und wird in den kommenden Tagen Kulturschaffende aus der Schweiz und weltweit aufrufen, sich für die Freilassung von Dhondup Wangchen einzusetzen. Bisher haben sich bereits Human Rights Watch, Reporters Sans Frontières und Amnesty International sehr besorgt über den Fall gezeigt und ihre Mitglieder aufgerufen, sich für die Freilassung von Dhondup einzusetzen.

Der Dokumentarfilm "Leaving Fear Behind" beschreibt in kurzen, bewegenden Statements die Situation der Menschen in Tibet kurz vor den Olympischen Spiele. Die rund 100 Personen, die sich Dhondup Wangchen für ein Interview zur Verfügung gestellt haben, setzten sich dabei grosser Gefahr aus. Leaving Fear Behind wurde weltweit in über 30 Ländern gezeigt.

Dhondup Wangchen wurde am 17. Oktober 1974 in Bayen in der Tsoshar Region von Amdo im Nordosten Tibets (chin. Hualong, Haidong, Qinghai) geboren. Er kommt aus einer armen Bauernfamilie und hat nie eine formale Ausbildung genossen. Er brachte sich selbst Lesen und Schreiben bei. Als junger Mensch ist er nach Lhasa gefahren und dann auch nach Indien. Nach seiner Rückkehr setzte er sich dafür ein, die wahre Situation im Land zu dokumentieren und bekannt zu machen. Seine Frau und vier Kinder hat er vor den Dreharbeiten vorsorglich 2006 nach Indien in Sicherheit gebracht.

Medienmitteilung, 16.07.09

Schweizer Tibetorganisationen verurteilen Abfuhr des Bundesrates an den Dalai Lama aufs Schärfste

Zürich - Vom 3. bis 7. August 2009 wird das geistige und politische Oberhaupt der Tibeter, der 14. Dalai Lama, die Schweiz besuchen -- vom Bundesrat wird der Friedensnobelpreisträger nicht empfangen. Die Tibetorganisationen sind bestürzt, dass die Schweizer Regierung einmal mehr einen Bückling vor der Chinesischen Regierung macht, gleichzeitig jedoch bereit ist, sich mit Staatsoberhäuptern und Führern zu treffen, welche auf dem internationalen politischen Parkett höchste Kontroversen auslösen.

Mit grösster Besorgnis beobachten die vier grossen Tibetorganisationen einen stetig devoteren Kurs der Schweizer Regierung gegenüber der Volksrepublik China. Ad extremis äusserte sich dieser im letzten Jahr während des Besuches von Wen Jiabao, dem Chinesischen Premier. "China-ähnliche Zustände" herrschten in Davos, als einer Schweizer Ladenbesitzerin untersagt wurde, eine tibetische Flagge in ihrem eigenen Schaufenster zu platzieren. Kurz darauf wurden in Bern mehrere friedlich demonstrierende Tibeter und Unterstützer von der Polizei in Handschellen weggesperrt.

Dass der Bundesrat nun den Dalai Lama dieses Jahr nicht empfängt, ist ein weiterer Affront. Nicht nur gegenüber den vielen, seit Generationen in der Schweiz lebenden Tibeterinnen und Tibetern, sondern auch gegenüber den vielen Schweizerinnen und Schweizern, welche eine friedliche Lösung in der Tibetfrage befürworten. Dass aufgrund wirtschaftlicher Interessen der Bundesrat unter massivem Druck der chinesischen Regierung steht, ist kein Geheimnis. Die Menschenrechtsfrage in Tibet und China jedoch komplizenhaft auszuklammern, spricht nicht nur gegen die humanitäre Tradition der Schweiz, sondern auch gegen ein echtes Bestreben, in Tibet und China soziale wie auch wirtschaftliche Stabilität zu sichern.

Trotz vollmundiger Versprechungen der Pekinger Führung seit Vergabe und Durchführung der Olympischen Spiele 2008 sind eklatante Menschenrechtsverletzungen in Tibet immer noch an der Tagesordnung. Die kulturelle wie auch religiöse Autonomie wird weiterhin missachtet, Tibeterinnen und Tibeter sind in ihrem eigenen Land Menschen zweiter Klasse.

Die Tibetorganisationen in der Schweiz und 60'000 Schweizerinnen und Schweizer, welche im Sommer 2008 in einer Petition den offiziellen Empfang des Dalai Lama durch den Bundesrat forderten, sind die fadenscheinigen Ausflüchte leid und wollen nicht mehr mit einer Hinhaltepolitik ruhig gestellt werden.

Daher fordern die Tibetorganisationen den Bundesrat mit Nachdruck dazu auf, den Dalai Lama während seinem diesjährigen Aufenthalt in der Schweiz offiziell zu empfangen.

Die vier grossen Tibetorganisationen in der Schweiz bestehen aus: Tibeter Gemeinschaft Schweiz und Liechtenstein, Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft, Verein Tibeter Jugend in Europa, Tibetische Frauenorganisation in der Schweiz.

 

Medienmitteilung, 10.03.09

Leichensäcke vor chinesischer Botschaft

Berlin - Tibetaktivisten machten heute vor der chinesischen Botschaft in Berlin mittels einer politischen Theaterperformance auf die unrechtmäßige Besetzung Tibets und die anhaltende Repression aufmerksam. Fünf Leichensäcke bildeten dabei den Mittelpunkt der aufsehenerregenden Aktion.

Ein Tibetprotest der anderen Art fand am 50. Jahrestages des tibetischen Volksaufstandes heute in Berlin statt: Zwei als chinesische Sicherheitskräfte verkleidete Aktivisten warfen fünf Leichensäcke, die symbolisch für 50 Jahre gewaltvolle Unterdrückung des tibetischen Widerstandes stehen, auf den Bürgersteig der chinesischen Botschaft. Die beiden verkleideten Aktivisten waren Florian Norbu Gyanatshang1 und David Demes². Beide hatte im letzten Sommer mit spektakulären Protesten während der Olympischen Spiele in Peking für Aufsehen gesorgt. Eine tibetische Aktivistin, die sich gegen die Situation in Tibet aussprach, wurde kurzerhand von den «Sicherheitskräften» verhaftet und abgeführt. Auf diese Weise stellten Aktivisten des «Verein Tibeter Jugend in Europa» und «Students for a Free Tibet» auf eindrückliche Weise dar, was für Tibeter in Tibet Alltag ist.

«Die chinesische Regierung betreibt seit 50 Jahren Völkermord am tibetischen Volk. Wir wissen, dass bei der Niederschlagung der Proteste im letzen Jahr mehr als 200 Tibeter getötet und tausende inhaftiert wurden. 50 Jahre sind genug! Wir wollen mit dieser Aktion darauf hinweisen, dass die Situation in Tibet unverändert schlecht ist und dass die chinesische Regierung ihre Haltung gegenüber Tibet grundlegend ändern muss», so Florian Norbu Gyanatshang¹.

Seit nunmehr 50 Jahren wehrt sich die tibetische Bevölkerung gegen die völkerrechtswidrige Besetzung Tibets und gegen die fortwährenden Menschenrechtsverletzungen. Über 1.2 Millionen Tibeter sind in dieser Zeit dem chinesischen Regime zum Opfer gefallen.

 

1 ) Florian Norbu Gyanatshang ist Deutsch-Tibeter, in Deutschland geboren, aufgewachsen und Leiter des deutschen Ablegers des Verein Tibeter Jugend in Europa. Der 31-jährige Stuttgarter hatte anlässlich der Olympischen Spiele zusammen mit drei weiteren Aktivisten vor dem Olympiagelände in Peking eine Tibetflagge enthüllt und wurde danach zu 10 Tagen Haft verurteilt.

2 ) David Demes ist National Coordinator für Students for a Free Tibet in Deutschland. Der 21-jährige Gießener hatte während der Olympischen Spiele zusammen mit vier weiteren Aktivisten aus den UFriedens (Tienanmen) in Peking für ein Freies Tibet demonstriert.

 

Medienmitteilung, 28.01.09

Tibetorganisationen fordern von Wen Jiabao einen Wechsel der Tibet-Politik

 

Davos 28. Januar 2009: Die vier grössten Tibetorganisationen in der Schweiz rufen zu einer Kundgebung in Davos anlässlich des Besuches des chinesischen Premierminister Wen Jiabao am WEF auf. Die Teilnehmer des WEF, die internationale Staatengemeinschaft und die global tätigenden Unternehmen sind aufgefordert, gemäss dem Geist des WEF, dass „Fortschritt in der Wirtschaft ohne gesellschaftliche Entwicklung nicht nachhaltig ist", vom chinesischen Gastredner die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet mit allem Nachdruck einzufordern. Die Volksrepublik China ist weiterhin ein totalitärer Staat, Gewaltenteilung und unabhängige Justiz existieren faktisch nicht, Oppositionelle und Menschenrechtler werden verfolgt, eingesperrt und gefoltert. Die Presse und das Fernsehen unterliegen strengster staatlicher Zensur und das Internet wird - vom Ausmass her weltweit beispiellos - überwacht. Die Minderheiten werden in der Volksrepublik massiv unterdrückt, vom Rest der Welt isoliert und die Ressourcen ausgebeutet.

 

Tibet darf nicht länger eine rechtsfreie Zone sein

Tibet ist seit mehr als 50 Jahren von China besetzt. Die internationale Staatengemeinschaft bekennt sich zur Ein-China-Politik. „Der UNO Menschenrechtsrat hat die Pflicht, international geltende Menschenrechts-standards auch in Tibet einzufordern und sich für eine friedliche Lösung der Tibetfrage einzusetzen“, fordert Yangchen Büchli, Präsidentin der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft. Seit den friedlichen Protesten im März 2008 wurde die chinesische Militärpräsenz in Tibet massiv verstärkt. Tibet ist seither weitgehend abgeriegelt und die staatlichen Repressionen gegenüber den Tibeterinnen und Tibetern wurden ins Uferlose verschärft. „Tausende Tibeter sind auch Monate nach den Olympischen Spielen immer noch in Gefangenschaft. Erst kürzlich verurteilte das Mittlere Volksgericht des Bezirks Kardze vier Tibeter, darunter zwei Nonnen zu Gefängnisstrafen unterschiedlicher Länge, nur weil sie von ihrem Recht auf freie Meinungsäusserung Gebrauch gemacht haben – ein Zustand der untragbar ist“, so Tendon Dahortsang, Präsidentin des Verein Tibeter Jugend in Europa.

 

Unglaubwürdiger WEF-Teilnehmer Wen Jiabao

“Die Welt nach der Krise gestalten”, lautet das Motto des diesjährigen Weltwirtschaftsforums, zu welchem auch der chinesische Premierminister Wen Jiabao eingeladen ist. China beansprucht eine der führenden Wirtschaftsmächte weltweit zu sein, wird jedoch auf politischer Ebene den international geltenden Standards in keinster Weise gerecht.

 

„50 Jahre sind es her, seit der tibetische, friedliche Volksaufstand in Lhasa 1959 von der chinesichen Armee und Polizei blutig niedergeschlagen wurde. Die Repression hat seither kontinuierlich zugenommen – und die Welt schaut zu. In Davos möchten wir auf die globale Verantwortung aller Teilnehmer hinweisen und hoffen auf deren Unterstützung bei unserem gewaltlosen Widerstand“, sagt Karma Pangring, Präsident der Tibeter Gemeinschaft in der Schweiz und Liechtenstein.

 

50 Jahre unter chinesischer Herrschaft

Am 10. März 2009 jährt sich die unrechtmässige chinesische Besetzung Tibets zum 50. Mal. Tibetunterstützer-Gruppen weltweit werden diesen tragischen Jahrestag nutzen, um auf die prekäre Situation in Tibet hinzuweisen. Auch in der Schweiz sind Proteste geplant.

 

Kundgebung:

Davos Bahnhofplatz, 14.00 Uhr

• Gebete Mönchsgemeinschaft

• Schweigeminute

• Nationalhymne

• Slogans

 

Für weitere Informationen stehen Ihnen gerne zur Verfügung:

 

Phuntsok Gangshontsang Pressesprecher, Tibeter Gemeinschaft Schweiz und Liechtenstein,

079 677 78 82

 

Rigzin Gyaltag Vizepräsident, Verein Tibeter Jugend in Europa

079 320 92 58

 

Daniela Lehmann Leiterin der Geschäftsstelle Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft, 044 451 38 38 oder 079 771 51 44, kampagnen@gstf.org

 

Medienmitteilung, 10.12.08

Gefängnis-Tram macht in Zürich auf Menschenrechtsverletzungen in Tibet aufmerksam

Zürich, 10. Dezember 2008, Anlässlich des Internationalen Menschenrechtstages machte der Verein Tibeter Jugend in Europa(VTJE) mit einer außergewöhnlichen Aktion auf die immer noch herrschenden Missstände in Tibet aufmerksam. Mittels eines als Gefängnis hergerichteten Trams konnte die Zürcher Bevölkerung heute am eigenen Leib erfahren, wie willkürlich die Tibeter in Tibet festgenommen werden.

Statt zur Arbeit ins Gefängnis - in Tibet gehören willkürliche Verhaftungen zum Alltag.

Mit Gefängnisgittern an den Fenstern, Transparenten, Flyern und Plakaten in und um das Tram wurde vermittelt, wie der Alltag in Tibet momentan aussieht. Mit treffenden Headlines wurde ein Vergleich des Alltages eines Tram-Passagieres mit dem Alltag eines Tibeters in Tibet gemacht. Statt zur Arbeit ins Gefängnis, statt ins Fussballtraining ins Gefängnis, statt an die Uni ins Gefängnis... - in Tibet gehören willkürliche Verhaftungen zum Alltag, so die simple und eindrucksvolle Nachricht an die Trambenutzer.

Die Aktion verlief ohne Zwischenfälle und hat viele Menschen in den Bann zu ziehen vermocht.

 

Medienmitteilung, 10.12.08

Die Tibetfrage gehört auf die Agenda der Vereinten Nationen

Zürich/Genf 08. Dezember 2008: Die Tibetorganisationen der Schweiz überreichen der frisch gewählten UN-Hochkommissarin für Menschenrechte, Navanethem Pillay, ein Memorandum, damit diese sich der verheerenden Lage bezüglich Menschenrechte in Tibet bewusst wird. Sie bitten sie darin unmissverständlich, Tibet endlich auf die Agenda der Vereinten Nationen zu setzen, denn die aktuelle Lage ist nicht mehr länger tragbar. Die internationale Staatengemeinschaft muss die geltenden Menschenrechtsstandards, zum Beispiel das Recht auf Menschenwürde oder auf kulturelle Freiheit, auch für Tibet einfordern und deren Einhaltung durchsetzen.

Tibet darf nicht länger eine rechtsfreie Zone sein

Tibet ist seit mehr als 50 Jahren von China besetzt. Die internationale Staatengemeinschaft bekennt sich zur Ein-China-Politik. Das entbindet sie jedoch nicht von der Pflicht, international geltende Menschenrechtsstandards auch in Tibet einzufordern und sich für eine friedliche Lösung der Tibetfrage einzusetzen. Seit den Unruhen im März 2008 wurde die chinesische Militärpräsenz in Tibet massiv verstärkt. Tibet ist seither weitgehend abgeriegelt und die staatlichen Repressionen gegenüber den Tibeterinnen und Tibetern wurden ins Uferlose verschärft. Tausende Tibeter sind auch 4 Monate nach den Olympischen Spielen immer noch in Gefangenschaft, „weil Sie Gebrauch von Ihrem natürlichen Recht auf freie Meinungsäusserung gemacht haben. Sie leiden unter Folter und Willkür - ein Zustand, der nicht zu tolerieren ist", so Tendon Dahortsang, Präsidentin des Verein Tibeter Jugend in Europa.

Die UNO muss ihre Aufgabe erfülllen dürfen Die Volksrepublik China untersagte es im März 08 der damaligen Hochkommissarin für Menschenrechte, Frau Louise Arbour, sich selber ein Bild über die Lage zu machen. Frau Pillay wird im Memorandum aufgefordert, dieses Anliegen unverzüglich nochmals aufzunehmen. „Es ist für uns Tibeterinnen und Tibeter unabdingbar, dass sich die UN-Menschenrechtskommission ein unabhängiges Bild aus erster Hand machen kann“, meint Yangchen Büchli, Präsidentin der GSTF. „Die Situation ist für uns unerträglich, denn unabhängige Informationen über das Wohlergehen unserer Landsleute erhalten wir nur äusserst spärlich.“

Ein erster kleiner Schritt in die richtige Richtung ist die Empfehlung des UN-Komitees gegen Folter an die VR China, eine Untersuchung der Tötung von Tibetern während der Proteste vom Frühjahr einzuleiten. Die UN-Kommission für Menschenrechte muss den Rahmen ihrer Möglichkeiten ausschöpfen und solchen Empfehlungen Nachdruck verleihen und gegenüber China auf deren Umsetzung pochen. Auch die Schweiz als offizielles Mitglied der UNO ist angehalten, in ihren Komissionen entsprechende Forderungen einzubringen, denn Menschenrechte kommen in einem Rechtsstaat vor wirtschaftlichen Interessen.

 

Übergabe des Memorandums und Fackelumzug

Um auf die Anliegen der Tibetorganisationen aufmerksam zu machen, sind neben der Übergabe des Memorandums Fackelumzüge in Genf und Zürich geplant:

Genf:

11.00 Uhr: Übergabe Memorandum im Palais Wilson in Genf, Gebete und Reden

13.00 Uhr Fackelumzug zur Rue de Lausanne

Zürich:

18.00 Uhr Besammlung auf dem Helvetiaplatz

Ansprachen und anschliessend Fackelumzug zum Bürkliplatz

Medienvertreter sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

Die Aktion wird mitgetragen von den vier grossen Tibetorganisationen der Schweiz: Tibeter Gemeinschaft in der Schweiz & Liechtenstein (TGSL), Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft (GSTF), Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE), Tibetische Frauenorganisation in der Schweiz (TFOS) sowie von den Jungen Grünen.

 

 

 

Medientmitteilung, 26.08.08

Deutsch-Tibeter aus chinesischer Haft entlassen -
Ankunft am 25. August um 6. Uhr am Flughafen Frankfurt.

Beijing, 25. August 2008 - Der Deutsch-Tibeter Florian Norbu 
Gyanatshang wurde am Morgen des 25. August von den chinesischen Behörden nach Deutschland abgeschoben.

Die Familie des 30-jährigen Stuttgarters wurde in den frühen Morgenstunden über seine Abschiebung informiert.Der Tibet-Aktivist wird am 25. August um 6 Uhr von Freunden und Verwandten am Flughafen Frankfurt empfangen.

Trotz strengster Überwachung war es dem Deutsch-Tibeter Florian Norbu 
Gyanatshang, der die deutsche Sektion des Verein Tibeter Jugend Europa leitet, gemeinsam mit drei Tibetaktivisten von Students for a Free Tibet in der Nacht zum 21. August gelungen, in der Nähe des Olympia-Stadions (Vogelnest) eine Protestaktion durchzuführen.                                                               Gegen 00:05 Uhr Beijinger Ortszeit hissten drei Aktivisten der Gruppe eine 
tibetische Flagge und skandierten für ein freies Tibet. Allen vier Tibetaktivisten wurde von den chinesischen Behörden eine zehntägige Haftstrafe verhängt die nun frühzeitig beendet wurde.

"Während wir überglücklich über Norbus Freilassung sind und seine 
Ankunft kaum erwarten können, gilt unsere Sorge den vielen tausend vermissten Tibetern, die sich noch in chinesischer Haft befinden und die für ihren friedlichen Protest im Gegensatz zu Norbu langjährigen Haftstrafen und Folter ausgesetzt sind", sagte seine Schwester Yuldon Gyanatshang nach Bekanntwerden seiner Freilassung.                                                              "Meine Eltern und ich danken all denjenigen von Herzen, die sich für meinen Bruder und für die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet eingesetzt haben."

In den vergangenen Wochen, insbesondere während den olympischen 
Spielen, hat die chinesische Regierung ihre Repressionen in Tibet verstärkt und das tibetische Hochplateau weitestgehend von der Öffentlichkeit abgeschirmt.

Der Verein Tibeter  Jugend Europa befürchtet, dass nach Ende der olympischen Spiele und der Präsenz ausländischer Medien in China mit weiteren massiven Übergriffen auf die tibetische Bevölkerung zu rechnen ist.
Die Tibeter leben noch immer in einer Atmosphäre der Angst und  Einschüchterung, ständiger Überwachung und Bedrohung durch chinesische Polizei- und Militärkräfte.

"Im Vorfeld und auch während der Spiele gelang es uns, mit friedlichen 
Protesten stellvertretend für die vielen Tibeter in Tibet zu sprechen, deren Stimme nicht gehört
werden und die abgeschirmt von der Weltöffentlichkeit unter der brutalen chinesischen
Herrschaft zu leiden haben. Wir werden nach Norbus Rückkehr gemeinsam 
weiterhin für das Überleben des tibetischen Volkes und die Einhaltung der Menschenrechte in Tibet kämpfen.

Wir appellieren an die internationale Gemeinschaft und das Olympische 
Komitee, die chinesischen Behörden zur sofortigen Freilassung aller tibetischer Gefangenen aufzufordern, die wegen ihrer friedlichen Proteste, politischen oder religiösen Überzeugungen, inhaftiert wurden, so Tendon Dahortsang, Präsidentin des Verein Tibeter Jugend Europa.

Biographie von Florian Norbu Gyanatshang:
Florian Norbu Gyanatshang, 30, hat eine deutsche Mutter und einen tibetischen Vater, wurde in Neuss geboren und wuchs in Uhldingen-Mühlhofen am Bodensee auf. Er arbeitet als Software-Entwickler in Stuttgart. Er ist Leiter der deutschen Sektion des Vereins Tibeter Jugend in Europa und seit mehreren Jahren aktiv in der Tibetbewegung tätig.

Press Release, 06.06.2008

TIBETANS AND SUPPORTERS ARRESTED FOR PROTESTING OUTSIDE OF IOC MEETING IN ATHENS


Tibetans Demand IOC Cancel Tibet Leg of Torch Relay and Pressure China for Immediate Media Access to Tibet

Athens – Eight Pro-Tibet activists were arrested today following a second day of protest, outside the Athens hotel where the International Olympic Committee (IOC) has been meeting. Included in the arrest were the four young Tibetan women from the Tibetan Youth Association in Europe who staged a  'die-in' yesterday outside the hotel. The dramatic action symbolized the death of Tibetans, which Tibet campaigners fear is likely if China is allowed to parade the Olympic torch through Tibetan areas. An additional four activists were also arrested after the group unfurled Tibetan flags and banners reading "IOC: No Torch In Tibet!" and "Open Tibet To Media!."

The five Swiss Tibetans arrested, all with the Tibetan Youth Association in Europe, are Nyima Jangdroen, 25, Jamyang Dolma, 26, Tenzing Kelsang, 28, and Norzin Dolkar, 30, and Tenzin Yeshi,  24. Two Americans, Han Shan, 35, and Kate Nikeefe, 39, were also arrested along with Tibetan Canadian, Lhadon Tethong, 32. The eight were arrested by Greek police and taken to a nearby police station where they were held for several hours and released with no charges. Tibetans and supporters are in Athens this week to demand the IOC cancel the Tibet leg of the torch relay and pressure China to uphold its Olympic commitment to media freedom and allow immediate media access to Tibet.

"An internal memo shows that even the IOC recognizes the likelihood of bloodshed if the torch goes through Tibet," said Tenzin Yeshi, spokeswoman for the Tibetan Youth Association in Europe. "IOC leaders must do the right thing now and cancel the torch relay through Tibet."

In addition to calling for cancellation of the torch relay through Tibet, the activists called for the IOC to press China to uphold its pledge of media freedom made during its bid for the 2008 Games. Tibet groups are joined by other NGOs including Amnesty International, Reporters Without Borders, and the Committee to Protect Journalists in calling for immediate media access to Tibetan areas, which remain closed to reporters.

"In the unfortunate case that the IOC irresponsibly allows China to parade the Olympic torch through Tibetan areas under clampdown, the IOC must take immediate measures to ensure that international media be allowed access to Tibet before the torch enters," said Lhadon Tethong, Executive Director of Students for a Free Tibet and on of those arrested. "That means now."

Yesterday morning, Ms. Tethong tried to meet Olympic Chief Jacques Rogge inside the hotel where the Executive Board meeting is taking place. Upon approaching Rogge and asking to speak with him as he entered the meeting, he refused before security intervened. Tibetans and supporters have repeatedly requested a meeting with Rogge and the IOC.

China's Governor in Tibet has promised that Tibetans will be "treated harshly and with no leniency" for protesting during the torch relay. Tibetan exiles and campaigners have heard from sources inside Tibet that Tibetans are opposed to China taking the torch through their lands and are determined to protest. A leaked internal IOC memo acknowledges the likelihood of unrest and suggests IOC staff and leadership express "deepest sympathies or condolences to anyone that was injured or killed, and their families." The IOC has ultimate authority over the Olympic torch relay route.

"Why have IOC leaders prepared a public relations strategy to respond to a tragedy that is still in their power to prevent?" asked Norzin Dolkar, one of the woman involved in the dramatic 'die-in'. "The IOC has a choice between helping the Chinese government stage a successful propaganda exercise which will likely lead to further suffering, or defending the Olympic ideals of building a peaceful and better world."

In addition to raising concerns that Chinese authorities are escalating repression to ensure a protest-free torch relay, Tibet activists have pointed out that it's highly inappropriate to allow the Olympic torch to go through areas facing a severe clampdown, including a large military presence, house-to-house searches, arbitrary detentions and arrests, beatings, disappearances and a climate of fear and intimidation. Since Beijing was awarded the Games in 2001, Tibetans and their supporters worldwide have vigorously appealed to the IOC not to allow the Chinese government to use the 2008 Olympics in its attempts to legitimize its rule in Tibet.

Referring to the young Tibetan nun whose photo was carried by the Tibetan women during the protest on Thursday, President of Tibetan Youth Association in Europe Tendon Dahortsang said, "It is unconscionable to think that while Sangye Lhamo and others are missing, detained, and likely being tortured, the IOC will allow the Olympic torch to be paraded through Tibet." Lhamo is among more than 80 nuns have been detained since the earthquake of May 12 in various incidents of protest in Kardze, an area of Eastern Tibet now known as Ganzi Tibetan Autonomous Prefecture and administered under China's Sichuan Province.

At a press conference in Athens on Tuesday, Lhadon Tethong said, "As the IOC gives no indication that they will respond to the global appeals for keeping the torch out of Tibet, providing for media access to Tibetan areas is a life-and-death matter."

Ms. Tethong was arrested and deported from Beijing last August after a week of reporting independently on her blog just days before the one-year countdown to the Games. While there, she made multiple attempts to meet with Rogge and was finally granted a brief meeting with a junior staffer. SFT's Deputy Director Tenzin Dorjee spoke with Rogge in Olympia on the eve of the torch lighting ceremony in March, asking him for a formal meeting with Tibetans. Mr. Dorjee was arrested by Greek police the following day.


Photos & Video Available:
http://pressroom.tibetanyouth.org
http://blog.studentsforafreetibet.org/athens

Press Release, 05.06.2008

Tibetans and Supporters protest outside of IOC meeting in Athens; Activists ejected from hotel grounds


Tibetans Demand IOC Cancel Tibet Leg of Torch Relay and Pressure China for
Immediate Media Access to Tibet

Athens - Pro-Tibet activists protested outside the International Olympic
Committee's (IOC) Executive Board meeting today in Athens. Four young
Tibetan women from the Tibetan Youth Association in Europe were denied
access to the hotel where the IOC meeting is taking place, and immediately
staged a dramatic 'die-in' to symbolize the death of Tibetans which Tibet
activists fear is likely if China is allowed to parade the Olympic torch
through Tibetan areas. Additionally, two activists were ejected from the
hotel after distributing leaflets appealing to supporters of the Olympic
movement to speak up to the IOC. Outside, supporters also held Tibetan flags
and banners reading "IOC: No Torch In Tibet!" and "Open Tibet To Media!"
During the demonstration, the four Tibetan women carried a photo of Sangye
Lhamo, a 23-year old Tibetan nun who was beaten and arrested by Chinese
police last Thursday after staging a peaceful protest in Kardze, eastern
Tibet.

"An internal memo shows that even the IOC recognizes the likelihood of
bloodshed if the torch goes through Tibet," said Tenzin Yeshi, spokeswoman
for the Tibetan Youth Association in Europe. "IOC leaders must do the right
thing now and cancel the torch relay through Tibet."

In addition to calling for cancellation of the torch relay through Tibet,
the activists called for the IOC to press China to uphold its pledge of
media freedom made during its bid for the 2008 Games. Tibet groups are
joined by other NGOs including Amnesty International, Reporters Without
Borders, and the Committee to Protect Journalists in calling for immediate
media access to Tibetan areas, which remain closed to reporters.

"In the unfortunate case that the IOC irresponsibly allows China to parade
the Olympic torch through Tibetan areas under clampdown, the IOC must take
immediate measures to ensure that international media be allowed access to
Tibet before the torch enters," said Lhadon Tethong, Executive Director of
Students for a Free Tibet. "That means now."

Earlier this morning, Ms. Tethong tried to meet Olympic Chief Jacques Rogge
inside the hotel where the Executive Board meeting is taking place. Upon
approaching Rogge and asking to speak with him as he entered the meeting, he
refused before security intervened. Tibetans and supporters have repeatedly
requested a meeting with Rogge and the IOC.

China's Governor in Tibet has promised that Tibetans will be "treated
harshly and with no leniency" for protesting during the torch relay. Tibetan
exiles and campaigners have heard from sources inside Tibet that Tibetans
are opposed to China taking the torch through their lands and are determined
to protest. A leaked internal IOC memo acknowledges the likelihood of unrest
and suggests IOC staff and leadership express "deepest sympathies or
condolences to anyone that was injured or killed, and their families." The
IOC has ultimate authority over the Olympic torch relay route.

"Why have IOC leaders prepared a public relations strategy to respond to a
tragedy that is still in their power to prevent?" asked Norzin Dolkar, one
of the woman involved in the dramatic 'die-in'. "The IOC has a choice
between helping the Chinese government stage a successful propaganda
exercise which will likely lead to further suffering, or defending the
Olympic ideals of building a peaceful and better world."

In addition to raising concerns that Chinese authorities are escalating
repression to ensure a protest-free torch relay, Tibet activists have
pointed out that it's highly inappropriate to allow the Olympic torch to go
through areas facing a severe clampdown, including a large military
presence, house-to-house searches, arbitrary detentions and arrests,
beatings, disappearances and a climate of fear and intimidation. Since
Beijing was awarded the Games in 2001, Tibetans and their supporters
worldwide have vigorously appealed to the IOC not to allow the Chinese
government to use the 2008 Olympics in its attempts to legitimize its rule
in Tibet.

The activists who held the nun's photo and staged the die-in are four young
Tibetan women from Switzerland. All members of the Tibetan Youth Association
in Europe, they are Nyima Jangdroen, 25, Jamyang Dolma, 26, Tenzing Kalsang,
28, and Norzin Dolkar, 30.

Referring to the young Tibetan nun whose photo was carried by the Tibetan
women during the protest, President of Tibetan Youth Association in Europe
Tendon Dahortsang said, "It is unconscionable to think that while Sangye
Lhamo and others are missing, detained, and likely being tortured, the IOC
will allow the Olympic torch to be paraded through Tibet." Lhamo is among
more than 80 nuns have been detained since the earthquake of May 12 in
various incidents of protest in Kardze, an area of Eastern Tibet now known
as Ganzi Tibetan Autonomous Prefecture and administered under China's
Sichuan Province.

At a press conference in Athens on Tuesday, Lhadon Tethong said, "As the IOC
gives no indication that they will respond to the global appeals for keeping
the torch out of Tibet, providing for media access to Tibetan areas is a
life-and-death matter."

Ms. Tethong was arrested and deported from Beijing last August after a week
of reporting independently on her blog just days before the one-year
countdown to the Games. While there, she made multiple attempts to meet with
Rogge and was finally granted a brief meeting with a junior staffer. SFT's
Deputy Director Tenzin Dorjee spoke with Rogge in Olympia on the eve of the
torch lighting ceremony in March, asking him for a formal meeting with
Tibetans. Mr. Dorjee was arrested by Greek police the following day.

 

Medienmitteilung, 03.06.08

Tibetorganisationen fordern Änderung der Olympischen Fackelroute und freie Berichterstattung in Tibet

Tibetorganisationen aus Nordamerika, Deutschland und der Schweiz haben anlässlich der bevorstehenden Tagung des  Internationalen Olympischen Komitees (IOC) eine Pressekonferenz in Athen abgehalten. Students for a Free Tibet (SFT), die Tibet Initiative Deutschland e.V. (TID) und der Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE) kritisieren die Nichtumsetzung der im Vorfeld der Spielvergabe zugesagten Pressefreiheit in China und Tibet. Des weiteren fordern sie vom IOC, die Fackel nicht wie geplant durch Tibet tragen zu lassen.

Seit den Unruhen im März 2008 wird jede unabhängige Medienberichterstattung aus Tibet unterbunden.  Bei der Vergabe der Spiele im Jahr 2001 hatte das IOC jedoch zur Auflage gemacht, dass Peking vor und während der Olympischen Spiele umfassende Pressefreiheit in ganz China gewährt. «Das volle Ausmaß der brutalen Niederschlagung der Proteste durch das chinesische Militär in Tibet ist noch immer unbekannt, da ausländische Medien und unabhängige Beobachter nach wie vor keinen Zugang zu den tibetischen Gebieten haben. Die von Peking inszenierte Medienreise einer kleinen Delegation Anfang April hatte sich als reine Propaganda-Offensive der Kommunistischen Partei erwiesen. Um neutralen Einblick in die momentane Situation in Tibet zu erhalten, ist eine wirklich unabhängige Journalistengruppe mit echter Pressefreiheit Grundvoraussetzung», erklärt Tendon Dahortsang, Präsidentin des Verein Tibeter Jugend in Europa (VTJE). Das IOC sei jetzt aufgefordert, diese Freiheit einzuklagen.

Während des Fackellaufs durch Tibet muss mit erneuten Protesten und deren gewaltsamer Niederschlagung gerechnet werden. Schon im Vorfeld nehmen die Repressionen durch die Kommunistische Partei kontinuierlich zu. Angst über willkürliche Festnahmen und Umerziehungskampagnen bestimmen den momentanen Alltag der Tibeter. «Die Fackel durch Tibet zu tragen ist nicht mehr nur eine politische Machtdarstellung des Regimes, die so genannte «Reise der Harmonie» der Fackel wird eine Verschärfung der humanitären Krise in Tibet zur Folge haben», so Boris Eichler, Sprecher der Tibet Initiative Deutschland.

Die Situation in Tibet hat sich in den letzten Wochen weiterhin verschlechtert  die Lage ist im Vorfeld des Olympischen Fackellaufes angespannt. Erst kürzlich kam es zu Verhaftungen von über 80 Nonnen im Bezirk Kardze (Osttibet), die friedlich demonstriert hatten  und zur Gefangennahme von 12 Mönchen in Tingri (Präfektur Shigatse), die sich der Umerziehungskampagne widersetzt hatten.

 

Medienmitteilung, 29.05.08

Schweizer Tibetorganisationen verurteilen voreilige Zusage von Pascal
Couchepin für Olympia-Eröffnungszeremonie

Trotz vielfachen Mahnungen von Menschenrechtsorganisationen, Tibet-Unterstützungsgruppen, Politikern und Privatpersonen hat Bundespräsident Pascal Couchepin gestern seine Teilnahme an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Peking verlautbart. Auf Unverständnis stösst dieser Entscheid vor allem auch, weil die aktuelle Situation in Tibet sich nicht verbesserte und wegen des bevorstehenden Fackellaufs in Tibet die Repressionen sogar kontinuierlich zunehmen.

Die Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft und der Verein Tibeter Jugend in Europa zeigen sich bestürzt über die Zusage des Bundespräsidenten, an der Eröffnungszeremonie der Olympischen Spiele in Peking teilzunehmen. Während beinahe sämtliche Staatsoberhäupter mit einem Entscheid noch zuwarten, um die Situation in Tibet besser abschätzen zu können, erstaunt Pascal Couchepin kurz vor dem Fackellauf durch Tibet mit seiner voreiligen Zusage.

«Der Entscheid von Bundespräsident Pascal Couchepin ist völlig unverständlich. Er hat mit seiner Entscheidung ein komplett falsches Zeichen gesetzt. Insbesondere auch, weil er so kurz vor dem Fackellauf durch Tibet erfolgt ist,» so Mario Fehr, Präsident der Parlamentarischen Gruppe für Tibet.

Nachdem am 10. März 2008 ein friedlicher Protest tibetischer Mönche gegen die chinesische Besatzung gewaltvoll niedergeschlagen wurde und in den anschliessenden Wochen eine Protestwelle auf alle tibetischen Gebiete übergriff, ist die Situation in Tibet weiterhin aufs Äusserste angespannt. Weltweite Solidaritätskundgebungen, unter anderem auch auf dem Bundesplatz mit über 8000 Teilnehmern, zeugen von der internationalen Anteilnahme am Schicksal des tibetischen Volkes.

«Solange die Repression im Hinblick auf die olympische Fackel und die Spiele im Sommer in Tibet zunimmt, die Zulassung einer unabhängigen, internationalen Untersuchungskommission, medizinischer Versorgung und die freie Medienberichterstattung verwehrt bleiben, ist eine Teilnahme des Bundespräsidenten an der Eröffnungsfeier ein Verrat an allen, die sich um eine ethische Haltung bemühen. Somit ist dies auch ein Verrat am ursprünglichen Olympischen Geist,» so Tendon Dahortsang, Präsidentin des Verein Tibeter Jugend in Europa.

Kontakte:

Mario Fehr
Präsident der Parlamentarischen Gruppe für Tibet

Kelsang Gope
Verein Tibeter Jugend in Europa

 

Medienmitteilung, 26.04.08

Der Bundesrat muss jetzt Klartext reden.

«Die Fackel für Tibet», welche für die wahren Olympischen Werte steht, macht auf ihrer Reise um die Welt für einen Zwischenstop in Bern halt. Anlässlich dieses Ereignisses findet heute in Bern eine nationale Kundgebung für Tibet statt. Die Veranstalter wollen damit eine Gelegenheit für die Menschen in der Schweiz schaffen, ihre Solidarität mit Tibet zum Ausdruck zu bringen. Die Organisatoren fordern die Schweizer Regierung auf, gegenüber der chinesischen Führung und dem Internationalen Olympischen Komitee endlich Klartext zu reden.

Frau Bundesrätin Doris Leuthard ist dringend gebeten, auf ihrer geplanten Reise nach China, von der chinesischen Regierung mit Nachdruck zu fordern, dass so rasch wie möglich eine internationale Untersuchungskommission nach Tibet zugelassen wird, dass das Töten ein sofortiges Ende nimmt und dass unverzüglich die dringend benötigte humanitäre Hilfe für die Verletzten und Verhafteten geleistet wird. Der Bundesrat wird aufgefordert, sich für die Freilassung aller politischen Häftlinge in Tibet einzusetzen und den Dalai Lama dieses Jahr erstmals offiziell zu empfangen. Auch soll er auf die chinesische Regierung Druck ausüben, substanzielle Gespräche mit dem Dalai Lama aufzunehmen.

Die Menschen in der Schweiz haben ihre tiefe Besorgnis über die Vorgehensweise der chinesischen Truppen in Tibet zum Ausdruck gebracht. Innert drei Wochen unterzeichneten über 25‘000 Menschen die Tibet-Petition und 176 Parlamentarierinnen und Parlamentarier aus allen Parteien forderten die Regierung auf, zu handeln. Schweizer Studenten und Studentinnen schlossen sich spontan zusammen, um die Kundgebung zu unterstützen. Trotz dieser landesweiten Unterstützung für Tibet zeigt sich der Bundesrat in enttäuschender Weise sehr zurückhaltend.

Die Haltung des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) zur Niederschlagung der friedlichen Proteste in Tibet ist inakzeptabel. Es ist zu verurteilen, dass das IOC weitgehend kritiklos der Argumentation Pekings folgt. Die Schweizer Bürger, Bürgerinnen sowie die Regierung werden aufgerufen, die chinesische Regierung und das IOC an die bei der Vergabe der Spiele gemachten Versprechen zu erinnern und von ihnen eine rasche Verbesserung der Menschenrechtssituation zu fordern.

Zum Abschluss der Kundgebung werden die Tibeter und Tibeterinnen allen Anwesenden eine weisse Glücksschleife (tib. Kathak)  überreichen. Weiss steht für die Hoffnung aller Menschen auf Glück und für die Gewissheit, dass mit reinem Herzen auch unter schlimmsten Gegnern Versöhnung und Freundschaft verwirklicht werden können.

Die Initiative für den alternativen Fackellauf wird von weltweit über 150 Gruppierungen getragen. Sie ist Symbol für die Hoffnung und das Streben der Tibeter nach Freiheit und Gerechtigkeit. Am Sonntag ist „die Fackel für Tibet“ in Rapperswil und am Dienstag in Lausanne vor dem IOC. Anschliessend wird sie nach Dänemark weiter reisen.

Die Kundgebung wird getragen und unterstützt von der Tibeter Gemeinschaft Schweiz/Liechtenstein, der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft, dem Verein Tibeter Jugend in Europa, der Tibeter Frauenorganisation in der Schweiz, der Gesellschaft für bedrohte Völker, der Alliance Sud sowie der Grünen Partei und der SP und deren Jugendorganisationen.

Kontakt:
Daniela Lehmann, Koordinatorin der Kundgebung
Chimie Tender, Pressesprecherin
Phuntsok Gangshontsang, Pressesprecher

Mehr zur Fackel für Tibet: www.Tibetanfreedomtorch.org
Beilage: Programm der Kundgebung und Ansprachen der Redner/-innen auf Anfrage erhältlich

Medienmitteilung, 24.03.08

Tibetan activists detained for confronting IOC president and protesting China's torch relay; Call on IOC to cancel torch through Tibet as China continues brutal crackdown

Olympia - Tibetans from Switzerland, Germany and the United States were detained by Greek police today after protesting the start of China's global Olympic Torch Relay. Tenzin Dorjee from the United States was detained in the town of Olympia while the Olympic torch was being lit nearby and just 2 hours after he confronted Jacques Rogge, President of the International Olympic Committee, at his hotel. Dorjee and an independent Greek journalist were seen being forcibly dragged through the town by at least 20 police. Meanwhile, Florian Norbu of Germany and Pema Dolkar of Switzerland were violently detained after unfurling banners and Tibetan flags on the road as the torch made its way through Olympia. One of the banners, hung from a balcony along the torch route, read "Light the Passion Share the Dream: Free Tibet 2008." "Light the Passion Share the Dream" is the official Beijing 2008 Torch Relay slogan.

Activists accuse the Chinese government of using the Olympics and the global Torch Relay to cover up its human rights record and legitimize its rule in Tibet. China plans to run the Olympic torch through Tibet in June and to the summit of Mt. Everest next month. Tibetans and supporters are planning to protest the Beijing Torch Relay in London on April 6th, Paris on April 7th and San Francisco on April 8th and 9th.

"The Chinese government plans to run the Olympic Torch through Tibet and up Mt. Everest in a blatant attempt to legitimize its control over our homeland," said Pema Dolkar, spokesperson for Tibetan Youth Association Europe (TYAE)." "If the IOC does not cancel plans to take the torch through Tibet, it will be seen as endorsing China's brutal crackdown on Tibetans and complicit in escalating tensions and China's military build up in Tibet."

"Jacques Rogge had an opportunity to meet with me and address Tibetans' concerns face to face but instead he told me to write to Switzerland and ask for a meeting," said Tenzin Dorjee, Deputy Director of Students for a Free Tibet (SFT), via phone just moments after confronting Rogge. "At this moment, when the Tibetan nation is in crisis and the Chinese government is violently oppressing our people, it is unacceptable that Rogge refuses even to sit down and talk about how the IOC could help improve the situation."


On March 16th, Tibetans hand-delivered a letter to the International Olympic Committee (IOC) that was signed by 150 Tibet support organizations – under the umbrella of the International Tibet Support Network – demanding that the IOC "immediately remove Tibet from the Beijing Olympic Torch Relay route." They also called on IOC President Jacques Rogge to make a public statement of concern about the current situation in Tibet. Despite receiving more than 10,000 faxes echoing these demands, the IOC has announced that the Torch Relay will go ahead according to plan.
Tibetans pre-empted China's Torch lighting ceremony two weeks ago by launching their own Tibetan Freedom Torch in the Ancient City of Olympia despite intense surveillance and harassment by Chinese Embassy officials and Greek security. The Tibetan Freedom Torch will travel to 50 cities around the world to draw attention to Tibetans undying desire for freedom in advance of the Beijing Olympics.

Protests continue inside Tibet with reports of students from the Tibetan Language Department of Qinghai Institute for Nationalities staging a sit-in on the campus. In the lead up to the new midnight March 25th deadline for protesters to turn themselves in, there has been a massive build-up of Chinese troops in Tibet. Meanwhile, all foreign journalists continue to be barred from Tibet—a blatant violation of China and the IOC's promise that freedom of press would be respected in the lead up to and during the Olympics.

Contact:
Kate Woznow in Olympia, Students for a Free Tibet, +30-6955-865-365 / +1917-601-0069
Tendon Dahortsang in Zurich, Tibetan Youth Association Europe (TYAE), +41-79-50-685-12
Lhadon Tethong in Dharamsala, India, +91-9805-237-015

Medienmitteilung, 19.03.08:

Tibeter protestieren in Lausanne und Zürich

 Rund 450 Tibeter haben vor dem Hauptsitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne demonstriert. Die Kundgebungsteilnehmer fordern das IOC auf, im Konflik zwischen China und dem Tibet aktiv zu werden.

Auch in Zürich gingen die Tibeter auf die Strasse. Mit einem Fackelumzug durch die Innenstadt haben 1000 Tibeter und Sympathisanten gegen das Vorgehen chinesischer Ordnungskräfte in Tibet demonstriert. Sie forderten ein Ende des Tötens in der chinesischen Provinz. Zuvor hatte eine Sprecherin zu einem stillen Protest für Frieden und Freiheit in Tibet aufgerufen.

Die Demonstrierenden trugen Fakeln und Kerzen und schwangen die Nationalflagge Tibets. Auf Transparenten wurde das Internationale Olympische Komitee aufgefordert, in China, wo im August die olympischen Sommerspiele stattfinden, gegen die militärischen Aktionen in Tibet zu protestieren.

Auf das IOC bezieht sich ebenfalls ein Schreiben der Gesellschaft Schweizerisch-Tibetische Freundschaft. Das Internationale Olympische Komitee solle bei der chinesischen Regierung die im Vorfeld der Olympischen Spiele gemachten Versprechungen zu den Menschenrechten einfordern, heisst es in einer Mitteilung.

Die Olympische Charta halte fest, dass der Sport in den Dienst einer harmonischen Entwicklung der Gesellschaft zu stellen sei, wurde betont. Zudem müsse das IOC das «unverhältsmässige Vorgehen der chinesischen Regierung gegen Tibeter aufs Schärfste zu verurteilen», lautet eine weitere Forderung.

Im Visier der Demonstranten stand auch IOC-Präsident Jacques Rogge. «Herr Rogge, ihr Schweigen tötet Tibeter», skandierten die Kundgebungsteilnehmer. Rogge soll öffentlich über Chinas bisheriges Versagen bezüglich der Menschenrechte Stellung nehmen, forderten die Tibeter in Lausanne.

Quelle: espace.ch

Medienmitteilung, 19.03.08:

Olympia-OK beunruhigt

Die Organisatoren der Olympischen Spiele in Peking haben auf diverse Boykott-Aufrufe wegen der Vorkommnisse in Tibet beunruhigt reagiert. In einer Stellungnahme erklärten sie, es sei nicht richtig, Olympia und Politik zu verknüpfen.  «Wir teilen die Meinung des IOC, dass es keinen Boykott geben soll», sagte Shao Shiwei, der Vizedirektor der Kommunikationsabteilung des OK. «Olympische Spiele sind ein grossartiges Festival für die Sportler. Sie fördern den Weltfrieden und sind kein Platz für Politik.» Exil-Tibeter rufen derweil wegen der Unterdrückung von Mönchen und andern Landsleuten weiterhin zum Boykott auf. Die Organisation «Reporter ohne Grenzen» forderte alle Regierungen auf, zumindest der Eröffnungsfeier am 8. August in Peking fernzubleiben.


Quelle: SI

Medienmitteilung, 19.03.08:

Peking verschärft Rhetorik gegen den Dalai Lama

Frankreich ist gegen Boykott der Olympischen Spiele

China hat im Tibet-Konflikt seine teilweise absurde Rhetorik gegen den Dalai Lama abermals verschärft und von einem «Kampf auf Leben und Tod» gesprochen. Frankreich sprach sich gegen den Boykott der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele aus. Dies sei «unrealistisch», sagte der französische Aussenminister Bernard Kouchner im Radiosender RMC. «Wir befinden uns derzeit in einem heftigen blutigen und scharfen Kampf mit der Clique des Dalai Lama, einem Kampf auf Leben und Tod mit dem Feind», zitierte die Tageszeitung «Tibet Daily» am Mittwoch den regionalen Chef der Kommunistischen Partei, Zhang Qingli.

Absurde Vergleiche bemüht 

Nur wenn nun alle zusammenhielten, könne der soziale Frieden gewahrt und ein Sieg im Kampf gegen den Separatismus errungen werden. Der seit Jahrzehnten im Exil lebende Dalai Lama sei «ein Wolf in Mönchskutte, ein Monster mit menschlichem Gesicht und dem Herzen eines Tieres». Gleichwohl ist China nach Angaben des britischen Premierministers Gordon Brown zum Dialog mit dem Dalai Lama bereit. Dies habe ihm der chinesische Ministerpräsident Wen Jiabao versichert, erklärte Brown vor dem Londoner Unterhaus. Wen habe sich in einem Telefonat zu Gesprächen bereiterklärt, wenn der Dalai Lama nicht die Unabhängigkeit Tibets fordere und der Gewalt abschwöre. Beide Bedingungen habe der Dalai Lama bereits erfüllt. Noch am Dienstag hatte Wen die Gesprächsangebote des Geistlichen öffentlich zurückgewiesen. Brown wird den Dalai Lama während eines Besuchs in London im Mai treffen. Das geistliche Oberhaupt der Tibeter kam derweil nach Angaben seiner Mitarbeiter mit radikalen Exil-Tibetern zusammen, darunter auch Vertretern des Tibetischen Jugendkongresses. Dieser macht sich für die Unabhängigkeit Tibets von der Volksrepublik und für den internationalen Boykott der Olympischen Sommerspiele in China stark.

Frankreich gegen Boykott der Olympischen Spiele

Frankreich sprach sich gegen den Boykott der Eröffnungsfeier der Olympischen Spiele aus. Dies sei «unrealistisch», sagte der französische Aussenminister Bernard Kouchner im Radiosender RMC. «Feindseligkeit gegenüber unseren chinesischen Freunden wird sich nicht auszahlen.» Es gebe andere Möglichkeiten, Druck auf Peking auszuüben. Die Organisation Reporter ohne Grenzen hatte am Dienstag einen Boykott der Eröffnungsfeier angeregt, an der rund 100 Staats- und Regierungschefs aus aller Welt teilnehmen wollen.

Fernsehsender berichtet von Unruhen

Der kanadische Fernsehsender CTV berichtete am Mittwoch, dass mehr als tausend Tibeter, einige von ihnen zu Pferd, eine entlegene Stadt in der chinesischen Provinz Gansu gestürmt haben. Sie hätten ein Regierungsgebäude angegriffen und die tibetische Flagge gehisst. Die Fernsehbilder zeigten jubelnde Tibeter beim Sturm auf eine ungenannte Stadt in der nordwestchinesischen Provinz, ihre Pferde wirbelten dabei eine Staubwolke auf, einer der Reiter hielt eine riesige Flagge hoch. Laut dem Bericht forderten sie die Unabhängigkeit Tibets von der Volksrepublik. Gemäss dem Sender gingen rund hundert schwerbewaffnete Soldaten mit Tränengas gegen die Tibeter vor, als diese das Regierungsgebäude angriffen. Zugleich waren zahlreiche tibetische Männer und Frauen zu sehen, die in Panik flüchteten. Laut dem CTV-Reporter ereigneten sich ähnliche Szenen auch in anderen chinesischen Städten.

Quelle: www.nzz.ch

Tibetans unleash wave of protest

Mar 10 - Exiled Tibetans mark the 49th anniversary of an uprising against Chinese rule.

With the Beijing Olympics only months away Tibetans world-wide are hoping to breathe new impetus into their demands for an end to what they say is China's illegal occupation of their homeland.

Video Reuters.com

Video Botschaft von Kelsang Gyaltsen, Gesandter S.H. des Dalai Lama

Kelsang Gyaltsen, Gesandter S. H. des Dalai Lama für die EU und Repräsentant S. H. des Dalai Lama in Genf, berichtet monatlich über aktuelle Tibet-Themen in tibetischer Sprache.

 

http://www.kewego.de/video/iLyROoaftCxV.html

Team Tibet - Neuste Ereignisse

Team Tibet in Brüssel- Mit Dominik Kelsang und zwei anderen Athleten aus England und Italien.

ZDF Bericht
(zur mediathek klicken)

TSI Tagesschau - mit Lhazom Pünkang
(suchbegriff "tibet" eingeben)

WDR Radio

Weitere Informationen unter Multimedia.

Medienmitteilung, 3. August 2007:

Neu gegründetes Nationales Olympisches Komitee Tibet bittet IOC um eine Einladung für die Olympischen Spiele 2008 in Peking

Zürich/Oslo/Lausanne: Das neu gegründete Nationale Olympische Komitee Tibet schrieb heute Jacques Rogge, dem Präsidenten des Internationalen Olympischen Komitees IOC, er möge das ?Team Tibet? als Teilnehmer für die Olympischen Spiele 2008 in Peking einladen. «Wir sind sehr stolz, eine Gruppe junger Tibeterinnen und Tibeter zu haben, die darauf brennen, nächstes Jahr an den Spielen teilzunehmen.

Daher unsere Entscheidung, ein Nationales Olympisches Komitee Tibet zu gründen», sagt Wangpo Tethong, Präsident des NOC Tibet, welches am 30. Juli 2007 gegründet wurde. Der Vorstand des NOC Tibet ist voller Hoffnung, weltweit IOC Delegierte und Nationale Olympische Komitees zu finden, welche die Tibeter beim Vorhaben unterstützen, Mitglied der Olympischen Familie zu werden. Momentan ist es Tibet nicht erlaubt, als eigenständige Nation an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Tibet ist seit 50 Jahren von der Volksrepublik China besetzt. Die Tibeter, ein Volk mit eigener Sprache, einem eigenständigen kulturellen und soziale Charakteristika und einem festgelegten Territorium, leben seither unter dem brutalen Regime Chinas. Die Mitglieder des «Team Tibet» sind junge Sportlerinnen und Sportler, die im Exil leben. Sie betreiben leidenschaftlich Sport, sind als Flüchtlinge aber gezwungen, diesen ausserhalb ihres Heimatlandes zu betreiben. Wie andere junge Athleten träumen auch sie den Olympischen Traum und wollen nichts mehr, als am 8. August 2008 Seite an Seite mit jungen Menschen anderer Nationen, stolz unter der tibetischen Flagge ins Olympiastadion einziehen. «China und auch das IOC haben es bis anhin verpasst, ihre Versprechungen zu erfüllen. Die Olympischen Spiele würden sich positiv auf die Menschenrechtslage in China und Tibet auswirken - bis jetzt haben sich jedoch in keinster Weise Verbesserungen gezeigt,» so Chundak Koren, Vize-Präsidentin des NOC Tibet. Wie die anderen Nationen wollen auch wir Tibeter an den Olmypischen Spielen vertreten sein. Mit dem Appell an das IOC soll es dem Team Tibet ermöglicht werden, die wahre Natur des tibetischen Volkes der Weltöffentlichkeit

aufzuzeigen. Tibet als eine stolze und selbstbewusste Nation «wir wollen uns nicht auf ein Volk, welches seit beinahe 60 Jahren unter Chinesischer Besetzung leidet, reduzieren lassen.»

 

Fussnoten:

1. NOC Tibet Vorstands Mitglieder sind:

  • Wangpo Tethong, Präsident (Sitz in der Schweiz),
  • Chungdak Koren (Frau), Vize-Präsidentin (Sitz in Norwegen),
  • Chonpel Tsering (Vereinigtes Königsreich),
  • Kelsang Dhondup (Indien),
  • Lobsang Gyalpo (Österreich),
  • Kelsang Gope (Schweiz),
  • Nima Dorjee (Kanada),
  • Thuten Kesang (Neuseeland).

2. Weitere Informationen über das Nationale Olympische Komitee Tibet finden sich auf www.noc-tibet.org.

3. Weitere Informationen über das Team Tibet finden sich auf www.supportteamtibet.org.

 

Kontakt:

  • Wangpo Tethong (Deutsch/Englisch) +41 78 744 30 10
  • Chungdak Koren (Englisch/Tibetisch) +47 95024443

Medienmitteilung, 6. Juli 2007

Team Tibet

Zürich: Heute haben neun Sportlerinnen und Sportler tibetischer Herkunft ihre Absicht bekannt gemacht, an den Olympischen Spielen 2008 in Peking für Team Tibet zu starten. Sie werden damit Teil einer Mannschaft sein, die aus Tibetern im Exil besteht. Die Schauspielerin Melanie Winiger rief anlässlich der Pressekonferenz die Öffentlichkeit auf, diese Initiative zu unterstützen.

Die aus der Schweiz stammenden Tibeterinnen und Tibeter stellen neun der bisher 12 Athleten. Die Schweizer Team Tibet-Mitglieder sind:

Männer:

  • Dominik Kelsang Erne (Tischtennis Einzel, Zürich, 26 Jahre)
  • Rigzin Gyaltag (Strassenrennen Rad, Bonstetten, 25 Jahre)
  • Jigme Pünkang (100m Sprint, Pfäffikon ZH, 25 Jahre)
  • Gyentsen Zatul (Marathon, Au ZH, 26 Jahre)
  • Norbu Phuntsok (Beach Volleyball, Olten, 23 Jahre)
  • Sonam Phuntsok (Beach Volleyball, Oensingen, 18 Jahre)
  • Nyima Phuntsok (Tennis, Oensingen, 20 Jahre)

 

Frauen:

  • Tsultrim-Dolma Gope (Kugelstossen, Jona, 25 Jahre)
  • Lhazom Pünkang (10‘000m Lauf, Pfäffikon ZH, 23 Jahre)

 

Tsultrim-Dolma Gope (Kugelstossen) schilderte ihre Motivation an der Pressekonferenz: «Als ich an der Jugendolympiade in Dänemark mit allen anderen Athleten ins Stadion einlaufen durfte, war ich sehr stolz, die Schweiz als Kugelstosserin zu vertreten. Dennoch hab ich mir insgeheim ausgemalt, wie schön es doch auch wäre, unter der tibetischen Flagge einzulaufen - mit einem tibetischen Team. Denn auch wenn ich mich hier in der Schweiz sehr wohl fühle, hier geboren und aufgewachsen bin und hier lebe - auch Tibet ist meine Heimat.»
Melanie Winiger, anwesend an der Präsentation, rief die Schweizer Öffentlichkeit auf, die neun jungen Sportler/innen, zu unterstützen - sei es durch moralische Aufmunterung, Trainingsmöglichkeiten oder mit konkreten Mitteln im Rahmen einer Sponsorenpartnerschaft.
Obwohl das Ziel ein sportliches sei, lasse sich der politische Aspekt nicht ausblenden, so Daniela Lehmann, Koordinatorin für das Team Tibet in der Schweiz. Es gäbe schlussendlich einen Grund, weshalb es für Tibet nicht ohne weiteres möglich sei, wie andere Länder an den Olympischen Spielen teilzunehmen. Die Antwort der jungen Tibeterinnen und Tibeter laute aber nicht Boykott, sondern aktive und gleichberechtigte Teilnahme. Die Tibet Organisationen in der Schweiz und weltweit unterstützen deshalb diese Initiative.
Das Team Tibet wird in den nächsten Wochen Kontakt mit verschiedenen Stellen aufnehmen, um für die Eingabe beim IOC Unterstützung zu erhalten. Man werde in der Schweiz beispielsweise auf das Schweizerische Olympische Komitee zugehen.

Medienmitteilung, 09. März 2007

Chinesische Botschaft zeigt Flagge für Tibet

Bern, 09.03.07: Tibet-Aktivisten sorgten für eine Solidaritäsbekundung von ungewohnter Seite. Die chinesische Botschaft erstrahlte gestern Abend im Kleid der Tibetischen Nationalflagge. Anlässlich des 48. Jahrestages des tibetischen Volksaufstandes am 10. März 2007 solidarisieren sich auch rund 100 Schweizer Gemeinden und Städte mit Tibet. Europaweit sind es sogar über 1800 Städte und Gemeinden. Mit der spektakulären Einkleidung der chinesischen Botschaft weisen Tibet- Aktivisten auf den 48. Jahrestag des tibetischen Volksaufstandes am 10. März hin. An diesem Tag erinnern Tibeter weltweit an die gewaltsame und widerrechtliche Besetzung ihres Heimatlandes. Über 1.2 Millionen Tibeter und Tibeterinnen sind seither an den Folgen von Folter, Hunger und Terror umgekommen. Tibet-Flaggen an Rats- und GemeindehäusernIn diesem Zusammenhang bekunden in einer internationalen Flaggenaktion mehr als 1800 Städte und Gemeinden ihre Unterstützung für den gewaltlosen Kampf des Dalai Lama. In der Schweiz sind es rund 100 Gemeinden und Städte, was in Zürich zu heissen Köpfen führte. Die Aktion ist eine Solidarisierung mit den gewaltfreien Bemühungen des tibetischen Volkes für Freiheit und Selbstbestimmung. Kundgebung am 10. März 2007 in Genf. Die Hauptveranstaltung zum 10. März findet ab 13.30 Uhr in Genf statt, wo sich gegen 500 Tibeter und Tibeterinnen zu einer Kundgebung einfinden werden. Weitere Anlässe sind in Basel von 10.00 – 15.30 Uhr an der Schifflände (Informationsstand) in Oensingen vor dem Gemeindehaus um 10.00 Uhr (u.a. mit einer Ansprache von Ständerat Rolf Büttiker) und in Bern ab 16.00 Uhr im La Cappella (Film, Essen, Konzert und Podiumsgespräch).

Presse-Kontakt: Herr Kelsang Gope / 079 357 32 46 / k.g@vtje.org

MEDIENMITTEILUNG 07.12.06
 
Taub, blind und stumm - IOC ist für Menschenrechte nicht zuständig
 
Lausanne, 7.Oktober 2006 - Gemeinsam mit weiteren Tibet-Unterstützergruppen aus ganz Europa protestierten VTJE, GSTF und TID heute vor dem Hauptsitz des Internationalen Olympischen Komitees (IOC) in Lausanne für die Wahrung der Menschenrechte in China und Tibet. 
 Obwohl das IOC die Annahme der Karten verweigert hatte, übergaben die Menschenrechtler (am Empfang) mehr als 10.000 Protestkarten, die sie im Rahmen der Kampagne "Peking 2008 - China spielt mit den Menschenrechten" gesammelt hatten. Mit dieser Aktion appellieren die Tibet-Aktivisten an die Verantwortung des IOC, vom jeweiligen Gastgeberland die Wahrung der Menschenrechte einzufordern. Das IOC hatte seinerzeit die Vergabe der Spiele an Peking damit gerechtfertigt, dass dieser Entscheid sich positiv auf die Menschenrechtslage in China auswirken werde. "Doch die Situation hat sich sogar noch verschlechtert", so Ruth Gonseth, Präsidentin der GSTF. Das IOC erklärt sich für Menschenrechtsfragen nicht zuständig und stellt sich taub, blind und stumm.
 

 

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