Was machen Tibetische Nomaden in Bern?

7. Dezember 2015, 12:00

Passanten staunten nicht schlecht, als plötzlich tibetische Nomaden in farbigen Trachten und in Begleitung von einem grossen Yak durch die Strassen Berns zogen. Mit Transparenten wiesen die Mitglieder des Vereins Tibeter Jugend in Europa (VTJE) darauf hin, wie ihr Heimatland Tibet durch den Klimawandel betroffen ist.  Sie fordern von den Staats- und Regierungschefs an der Klimakonferenz in Paris konkrete und nachhaltige Ergebnisse für das Dach der Welt.

Die rund ein Dutzend Tibet-Aktivisten hatten sich als Nomaden verkleidet und zogen mit einem grossen Yak-Kostüm durch die Berner Innenstadt. Sie seien aus ihrer Heimat vertrieben worden, so lautete ihre Botschaft. Der Klimawandel und die allgemeine Erderwärmung haben auf die Gletscher des tibetischen Hochlands und dessen sensibles Ökosystem schwerwiegende Auswirkungen. 

Vize-Präsidentin des VTJE, Palmo Brunner, gab zudem zu bedenken: “China gilt als grösster Klimasünder. Die Umweltzerstörung in Tibet durch die chinesische Regierung ist verheerend und hat katastrophale Folgen für Millionen von Menschen in Asien. Wir haben die Schweizer Regierung in einem offenen Brief aufgefordert, Tibet an der UN-Klimakonferenz zu thematisieren, denn ohne den Einbezug Tibets kann die Klimaproblematik nicht gelöst werden. Eine Antwort ist noch ausstehend.”

Weiterführende Informationen: vtje.org/de/thirdpole/